04.06.2007  Umgezogen!

Halli hallo,

völlig müde und geschafft aber glücklich melden wir uns aus unserem neuen Domizil im Northbrook Apartment.

Freitag waren wir emsig den ganzen Tag damit beschäftigt, unseren Haushalt einzupacken, Möbel soweit es geht auseinanderzuschrauben, alles in Kartons und Folie einzutüten und zum Abtransport bereitzustellen. Ganz schön viel, mussten wir feststellen. Plötzlich waren wir gar nicht mehr so sicher, ob das alles auch wirklich reinpasst. Die Garage war schon brechend voll und trotzdem waren noch so viele Sachen im Haus, die eigentlich auch noch mitsollten!

Gegen Nachmittag mussten wir der Tatsache ins Auge sehen, dass wir längst nicht so viel mitnehmen können wie gedacht. Also begannen wir noch einmal umzusortieren: Das Wichtigste ganz nach vorn in die Garage und den Rest dann dahinter und drinnen. Schweren Herzens nahmen die Kinder hin, dass wir nur die Betten, nicht jedoch die Schränke und Kommoden mitnehmen können. Und das Geschirr blieb auch im Schrank und wurde nicht eingepackt. Diese Rumräumerei kostete natürlich auch Zeit, sodass wir erst gegen Mitternacht in die schmalen Betten fielen. Es war unsere erste Nacht im möblierten Apartment und leider sind die Betten hier schmaler als wir es gewohnt sind, sodass es mit Amber, die mangels Kinderbett - das lag auseinandergeschraubt und verpackt zum Einladen bereit - zwischen uns schlafen musste. Wir mussten uns aber nicht lange mit dem Platz im Bett beschränken, denn schon um 4.30 Uhr war ja wieder Aufstehen angesagt, die gefühlte Zeit war allerdings noch weit davor... Die Kinder sahen auch nicht gerade frisch und ausgeruht aus, half aber nichts, denn um 6.00 Uhr kam der Container, egal wie müde wir waren...

Und nicht nur der Container, auch zwei nette Helfer waren zur Stelle. Schnell noch ne Tasse Kaffee und dann ging's los. Die Männer wuppten Stück für Stück in den riesigen Container und auch die Kinder halfen fleißig mit, schleppten Kisten und Kartons. Ich hatte derweil "Küchendienst" und machte belegte Brote, während Amber mir dabei von ihrem Spezial-Sitzplatz in der Küchenspüle aus zusah!

Ich staunte nicht schlecht, als ich wenig später mit den Broten nach draußen kam. Die Garage war schon fast leer!!! Und es sah aus, als sei nur ein kleiner Bruchteil des Containers beladen! Jetzt ging es Schlag auf Schlag, die waren richtig in Fahrt und ständig hieß es: "Hast du nicht noch was für uns, was mit rein soll? Ein paar Kisten???" Schleunigst mussten wir uns nun beeilen, die Kommoden und Nachtschränke einzupacken, von denen wir ja nicht geglaubt hatten, dass diese noch mitkämen. Und natürlich ging uns nun auch prompt das Verpackungsmaterial aus, sodass Sassi und Natascha losdüsten, um noch welches nachzukaufen. Und ich sollte immer noch mehr Kartons bringen! Also habe ich dann doch noch das Geschirr und etliches anderes Küchenutensil eingepackt. Alle waren so in Fahrt, dass noch einige Kisten mit Sachen für den Garagenflohmarkt im Container landeten! Vielen Dank noch einmal auf diesem Wege an Jan und Yasar, die dieses Riesen-Puzzle so großartig gepackt haben. Ohne eure Hilfe hätten wir echt alt ausgesehen...

Gegen 9.30 Uhr waren wir schon fertig mit dem Beladen! Jetzt mussten sie sich auf den Weg machen zu einer Autowerkstatt, von deren Rampe aus unser Auto in den Container fahren konnte.

Jetzt noch alles kontrolliert und hier und da noch festgezurrt, bis der "Chef" sein OK gab und der Container geschlossen wurde und sich auf den Weg zum Schiff machte. Wir sagen nur: Gute Reise!

Amber machte derweil ein Nickerchen auf den einzig verbliebenen Stuhlkissen als Unterlage

Gegen Mittag war Renee zurück und nun begann unsere zweite Schicht: Das Aufräumen und Putzen. Schließlich befanden sich immer noch viele Sachen im Haus, die eingepackt und rausgeschafft werden wollten. Und dann natürlich noch "schnell" durchfegen und -saugen, fertig! So dachten wir zumindest. Doch dann kommt eines zum anderen, hier noch ein Loch in der Wand dichtspachteln, dort noch ne Tür schrubben, ich habe jedenfalls für die Zukunft beschlossen, nie wieder weiße Türen haben zu wollen. Jede Tür sah schmuddelig aus und musste mit dem "Zauberschwamm" bearbeitet werden! Das war uns vorher nie so aufgefallen, als noch alle Möbel drinstanden...

Naja, heute am Montag waren wir dann endlich fertig und auch das letzte Teil ausgeräumt. Das meiste haben wir zur Sammelstelle gebracht, von wo aus es weiterverteilt wird und einiges haben wir auch weggeworfen. Jetzt haben wir nur noch ein paar Sachen, die in unserer Garage stehen, wie z. B. Sebastians Bett usw. Die Teile sind zu groß, als das wir sie wegkriegen könnten, also werden wir versuchen, einen Käufer oder zumindest Abholer dafür zu finden.

Heute Nachmittag fing dann tatsächlich unsere "Freizeit" an und wir verbrachten einige Zeit mit Amber am Pool. Die arme Kleine fühlte sich wahrscheinlich ziemlich vernachlässigt in letzter Zeit, weil kaum einer Zeit hatte für sie und alle immer so beschäftigt waren...

Gähn, jetzt bin ich müde und beende meinen Bericht. Ich hoffe, dass wir bald einen Internetzugang finden, um ihn einzustellen...

Bis dahin liebe Grüße

Eure Sandra