Jetzt haben wir schon den zweiten Sweet-Sixteen-Geburtstag in der Familie und langsam kriegen wir Übung darin:

Morgens natürlich als erstes erwartete uns ein Gruß von den "Yard Yuks", diesmal alles rosa Flamingos, die zum Gratulieren vorbei geflogen kamen.

Die ersten telefonischen Grüße aus Deutschland hat Natascha auch schon entgegen genommen, aber insgesamt hatte sie keine Zeit, denn wir mussten doch das Wichtigste des ganzen Tages erledigen - der Führerschein!!!

Damit alles schnell und reibungsloss vonstatten geht, hatten wir einen genauen Plan ausgeklügelt: Kurz vor halb acht aus dem Haus, Natascha vor dem Haus der "State Troopers" abgesetzt, damit sie möglichst weit vorne in der Warteschlange ist, die sich vor dem Gebäude - die machen um 8.00 Uhr auf - bildet. War sie auch, denn es war noch niemand da! Während Natascha nun in der Eiseskälte tapfer die Stellung hielt, düste ich weiter, um Sebastian zur Schule zu bringen. Sofort anschließend kehrte ich zu den Troopers zurück, denn Natascha brauchte ja das Auto, um die Prüfung abzulegen.

Sie wartete auch schon auf mich, alle Formalitäten waren soweit fast erledigt, ich musste lediglich noch den Versicherungsnachweis für das Auto erbringen und eine Unterschrift leisten. Der Beamte überschlug sich nicht gerade vor Freundlichkeit und war insgesamt eher muffelig. Vielleicht war ihm auch kalt, so wie uns.

Seine Laune besserte sich anscheinend auch nicht sonderlich, als er dann mit Natascha ins Auto stieg, um ihren Fahrtest abzunehmen, denn er ließ sie durchfallen! Ihr fehle es an Praxis, meinte er. Widersprechen nützt ja nichts, aber das Mädel ist das ganze Jahr hindurch gefahren, unter anderem durch Florida bis nach Key West und zurück, wenn das nicht genügend Fahrpraxis ist, dann weiß ich auch nicht! Er empfahl ihr noch etwas zu üben und dann morgen wiederzukommen. Alles klar?!

Im Auto herrschte ziemlich gedrückte Stimmung, als ich Natascha zur Schule fuhr.

Um sie wieder etwas aufzuheitern, vereinbarte ich für den frühen Nachmittag einen Friseurtermin. Sie bekam die Haare gemacht, die Augenbrauen gezupft und außerdem noch eine Maniküre, das verbesserte ihre Laune wieder.

Am Abend gingen wir dann zum Essen ins "Hooter's". Hähnchenflügel, Pommes, Zwiebelringe, alles frisch-fettig aus der Friteuse, ein richtiges "Gesundheitsessen". Die Mädels dort ließen es sich nicht nehmen, Natascha noch ein Geburtstagsständchen zu singen, was ihr sehr peinlich war...

 

Und zum Nachtisch ließen wir uns dann zu Hause noch ihre klebrig-süße Geburtstagstorte schmecken!

 

Den nächsten Tag hatte Natascha schulfrei und so versuchten wir noch einmal unser Glück bei den State Troopers. Diesmal hatte sie eine nette Frau als Prüferin und nach nicht einmal 15 Minuten konnte sie freudestrahlend ihren "Lappen" in Empfang nehmen!!!