Freitag, 06.10.2006: Waumbolle

Heute war ich auf der Leavelle Farm. Dort wird u. a. Baumwolle angepflanzt und jetzt war Ernte, das durften wir uns mal ansehen.

Es war eine ganze Gruppe von (meist deutschen) Frauen, die den kurvenreichen Weg raus aufs Land antraten.

Auf der Farm angekommen, konnte man schon die ersten Baumwollfelder sehen, sieht von Weitem ein bisschen aus  wie ein verschneites Stoppelfeld. Man war schon mitten bei der Arbeit, aber für uns wurde die große Pflückmaschine mal angehalten und der nette Farmer (dessen Namen ich jetzt wieder vergessen habe) erklärte uns ein bisschen was dazu.

Die Leavelles haben eine eher kleine Pflückmaschine, die nur zwei Reihen gleichzeitig pflücken kann. Die Pflückeinrichtung besteht aus vertikalen schnell rotierenden Spindeln, an denen wiederum kleine in sich drehende Stifte sind. Diese sind mit kleinen Zähnen versehen, wie ein Kamm, um die Baumwollbällchen aus den Blüten zu zupfen. Diese kleinen "Zähne" werden mit ein wenig Wasser feucht gehalten, damit der Blütensaft nicht die Baumwolle am Stift festkleben lässt. Im nächsten Arbeitsgang werden die Baumwollbällchen abgestreift und ein großes Ansaugrohr befördert die überdimensional großen "Schneeflocken" in den Auffangkorb. Dieser wird dann von Zeit zu Zeit in den großen Wagen am Rand des Feldes ausgeleert.

Die Farmersfrau erzählte, dass es sich auf der Baumwolle wie auf Wolken läuft. Wenn Schulklassen zur Besichtigung kommen, dürfen sie immer in den Wagen und auf der Baumwolle hüpfen. Die Pflückmaschine nimmt nicht immer jedes Baumwollbällchen mit und meistens kann ein Feld noch ein zweites Mal abgeerntet werden. Wir durften uns aber auch gerne noch einen Zweig als Souvenir mit nach Hause nehmen...

Noch ein letzter Blick auf die Felder und das Herrenhaus (so eins hätt ich auch gern...) und ab wieder nach Hause!