27.11.2006: Thanksgiving

So, jetzt wird es aber Zeit, dass ich von der vergangenen Woche berichte!!!

Letzten Donnerstag war - wie einige von Euch sicherlich wissen - Thanksgiving, neben Weihnachten der wohl wichtigste amerikanische Feiertag. Wer nähere Info über die Hintergründe wissen möchte, klickt einfach mal hier...

Weil es solch ein wichtiger und großer Tag ist, hatten Natascha und Sebastian auch schon die ganze letzte Woche schulfrei! Hatte für mich den Vorteil, dass sie mal mit dem Hund rausgingen und ich damit weniger Arbeit hatte.

Ab Mittwoch hatte dann auch Saskia frei - an den öffentlichen Schulen wird man irgendwie immer benachteiligt - nur Renee, der arme Tropf, musste auch Mittwoch noch ran!

Am Happy-Turkey-Tag dann waren wir eingeladen bei Freunden und es gab super-lecker Essen. Traditionell natürlich Truthahn, dazu Bohnen, Brotpudding und Süßkartoffelauflauf, vorweg eine Squash (= Kürbisart)-Suppe und zum Fleisch natürlich Cranberrysauce und Gravy (=Bratensoße). Mann haben wir gemampft, dass kaum Platz für den Nachtisch blieb. Pumpkin Pie (=Kürbiskuchen) gab es und wir hatten einen Pecan Pie mitgebracht, außerdem hatte ich noch einen "kalten Hund" gemacht. Wer das nicht kennt, das ist ein Turm aus Butterkeksen in Schokoladenmasse, die durch Kühlung fest wird und kalt gegessen wird. Entsprechend sind wir dann abends nach Hause gerollt.

Am nächsten Tag waren wir gleich wieder dort - zum Resteessen, es ist so einiges übrig geblieben!

Am Samstag waren wir dann außer Haus und in der Zeit hatte Gizmo ihr eigenes Thanksgiving: Sie nahm sich kurzerhand der Reste des Pecan Pies an!!! Ein gutes Viertel von dem Kuchen hat sie wohl verdrückt! Also warteten wir auf Durchfall oder Erbrechen, aber alles war okay, sie hat wohl einen Magen aus Stahlwänden...

Am Sonntag Abend dann war sie auf einmal ganz komisch, verkroch sich so seltsam und rannte gar nicht los, als wir beim Spazierengehen die Leine losmachten, seltsam! Zurück im Haus legte sie sich gleich in ihr Körbchen und sah mich nur immer ganz mitleidig an! Ich dachte, vielleicht müsste sie noch mal raus und wollte sie hochheben - und da quiekte sie vor Schmerz ganz laut auf! Ich tastete noch einmal ab und als ich auf ihre Brust drückte, kam wieder dieser Jammerschrei.

"Schnell zum Arzt", meinte Renee und schickte Natascha und mich mit dem Hund los. 138 Dollar später (Notdienst=85 Dollar Gebühr!) waren wir dann mit einem im Supermarkt selbst gekauften Mittel für Verdauungsstörungen bei Babies wieder zu Hause. Und seit heute früh springt und tobt sie wieder herum, als wäre nichts gewesen!