12.07.2006    Wieder zu Hause!

Tja, wieder einmal kommt es anders als gedacht...

Wir sind wieder zu Hause. Das war eigentlich erst für Samstag geplant.

Aber Amber hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht. War sie in der ersten Woche eigentlich recht lieb und hat auch nachts zufriedenstellend geschlafen, war damit im Ferienhaus jetzt Schluss!!! Sie hat fast die ganze Nacht hindurch nur gebrüllt und war nicht anders zu beruhigen, bis man sie auf dem Arm herumgetragen hat, bis sie einschlief! Aus Rücksichtnahme auf die Nachbarn rundherum haben wir natürlich unser Möglichstes getan, den Lärmpegel möglichst gering zu halten. Vielleicht lag's an der lauten Klimaanlage, vielleicht kommen Zähne, vielleicht ist es auch was ganz anderes, jedenfalls brüllte dieses Kind ohne erkennbaren Grund wie am Spieß. Zu Hause hätten wir sie einfach in unser Bett geholt, da beruhigt sie sich eigentlich immer schnell. Aber hier im Ferienhaus waren die Betten schmal, sehr schmal. Es ging beim besten Willen nicht, hier noch ein Baby in die Mitte zu nehmen, ohne es im Schlaf zu überrollen...

Also wechselten wir uns ab im durch-die-Bude-schleppen (wobei Renee hier allerdings den Löwenanteil absolvierte). Zu allem Übel kam noch hinzu, dass die Matratzen unsagbar weich waren und wir auch ohne Ambers Gezeter wenig Erholung fanden. Natascha zog es sogar vor, im Wohnzimmer auf der kurzen Zweiercouch zu übernachten! Nach der dritten schlaflosen Nacht, als wir alle mit Rückenschmerzen durch die Souvenierläden trudelten, waren alle so gefrustet, dass wir spontan beschlossen, so schnell wie möglich nach Hause zu fahren, um ein bisschen Schlaf in bequemen Betten zu kriegen!

Dabei war unser kleines Reihenhaus in Panama City Beach sehr hübsch und gut ausgestattet. Es lag in einer niedlichen Siedlung mit schönen Grünflächen, von kleinen Flüsschen durchzogen und kam einem wie in einem Centerpark in Holland vor (allerdings ohne die Glaskuppel...)

Das war aber auch das Einzige, was uns an Panama City Beach gefiel. Ansonsten findet man dort nur Hochhäuser, den ganzen schönen schneeweißen Strand entlang! Wenn doch mal irgendwo eine kleine Lücke ist, steht dort hundertprozentig ein Baukran, der in kürze mit dem Bau des nächsten Hochhauses beginnen wird. Die paar verbliebenen alten kleinen Häuschen sehen irgendwie sehr fehl am Platze aus und die meisten davon sind zum Verkauf ausgeschrieben. Und wenn sie verkauft sind, werden sie eingestampft und auf der freien Fläche entsteht dann - na, ihr erratet es sicherlich - ein neues Hochhaus!!! Schade, wie kann man den schönen Ort nur so verschandeln...

Fazit:

Es ist nicht einfach, eine Reise mit Baby und Hund zu machen. Von den beengten Verhältnissen während der Fahrt reden wir mal gar nicht. Wir haben viele tolle und aufregende Sachen gesehen, mussten aber auch Verluste hinnehmen: So hat z. B. Brad, der Kampffisch, in Miami das Zeitliche gesegnet! Er bekam noch vor Ort eine Seebestattung...

Gizmo hat sich toll gehalten. Während ich erst annahm, sie würde in der ersten Woche ziemlich leiden, weil wir ja immer einen Großteil des Tages im Auto verbringen und anschließend in irgend einem Hotel herumhängen, wo sie auch meistens "illegal" mit reingeschmuggelt wurde und deshalb nicht viel rumlaufen konnte, ging ich davon aus, dass sie sich in der zweiten Woche dann etwas besser fühlen würde. Im Ferienhaus konnte sie sich frei bewegen, wir haben morgens und abends große Spaziergänge mit ihr gemacht und und und. Aber dann stellte sich heraus, dass Gizmo viel lieber mit uns allen stundenlang im Auto eingequetscht saß als ein paar Stunden ganz allein ein ganzes Haus für sich zu haben! Nur so können wir es uns erklären, dass sie wie außer Rand und Band herumdüste und eines Abends sogar ein Stuhlbein anknabberte!!!

Alles in allem haben wir den Urlaub genossen, freuen uns aber auch, wieder zu Hause zu sein!

Und hier gibt's jetzt die versprochenen BILDER