04. und 05.07.2006    Key West

Mann, dauert das vielleicht, bis man so seinen ganzen Kram im Auto verstaut hat!!! Vor allem, wenn nicht exakt und geschickt gepackt wird, passt gar nicht alles in den Van - ziemlich klein, die Kiste...

Nachdem das Packen erledigt und ein Frühstück eingenommen war, ging es wieder auf derselben Strecke wie gestern zu den Everglades, dem Highway 1 in südlicher Richtung, diesmal würden wir ihn bis zum Ende - Meile 0 - durchfahren!

Den Weg nach Key West hatte ich mir irgendwie ganz anders vorgestellt. Ich dachte, dort fährt man ewig lang auf Brücken übers Wasser, aber tatsächlich waren die Brücken eher kurz und ruckzuck befand man sich auf dem nächsten Key. Nur zwei längere Brückenabschnitte waren dabei.

Auch hier waren - wie schon in Miami bemerkt - noch einige Spuren von den letzten Hurricanes zu sehen, viele Häuser waren brandneu, viele waren nur noch marode Hütten. Key West selber war dann größer als wir dachten oder vielmehr bewohnter als wir dachten, aber sehr hübsch. Diese kleinen, in Bonbonfarben gestrichenen Häuser sind einfach nur niedlich! Prompt fuhren wir natürlich an unserem Hotel vorbei und irrten ne ganze Weile planlos auf der Insel umher, ich hatte zwar eine Wegbeschreibung ausgedruckt, aber die darin erwähnten Straßen fanden wir einfach nicht. Schließlich hielten wir in einem anderen Hotel und fragten nach dem Weg, sodass wir am frühen Nachmittag glücklich in unserem Hotel ankamen!

Das Hotel ist super-schön, wenn auch hier wieder ein Haken an der Sache ist: Mal wieder hatte ich das Kleingedruckte wohl nicht richtig gelesen, das Haus liegt zwar am Meer usw., aber einen Strand gibt es dort nicht. Stand auch nicht in der Beschreibung, dort wurde nur "direkt am Meer" gesagt, und das war wahr! Die Kinder bekamen ein Doppelzimmer, aber Renee und ich bekamen eine Suite, weil nichts anderes mehr frei war, zu schade aber auch!!!

Jetzt hatten wir ein Schlaf- und ein Wohnzimmer mit Küchenzeile, dazu noch ein schönes geräumiges Bad. Da kann man nicht meckern!

Draußen gab es eine wunderschöne Pool-Anlage, die wir alle auch sofort aufsuchten, nach der Autofahrt im warmen Auto kam die Erfrischung wie gerufen. Hungrig waren wir auch, deshalb nutzten wir gleich den Imbiss, der sich auf der Pool-Terrasse befand.

Abends nach dem Duschen fuhren wir über die Insel und trafen gegen 21.00 Uhr am Strand ein. Dort sollte es ein großes Feuerwerk geben, schließlich war der 04. Juli. Das sich die Amerikaner auf Show verstehen, weiß ein jeder, so war das Feuerwerk das Gigantischste, das ich je gesehen habe! Und lange!!! Man hatte den Eindruck, es hört nie mehr auf, bestimmt 45 Minuten lang. Amber war erst ziemlich verschreckt, der Hund war nahezu außer sich, Natascha musste Gizmo die ganze Zeit auf dem Arm halten und ihr die Ohren zuhalten. Amber saß schutzsuchend auf meinem Arm, wo sie dann auch trotz Lärm und Pulvergeruch einschlief.

Wieder zurück im Hotel brachten wir Amber ins Bett und krochen dann selber in die Federn, weil auch wir müde und zerschlagen waren. Nicht so die Kinder, die gingen noch eine Runde in den Pool! Aber gegen Mitternacht waren auch sie wieder auf dem Zimmer.

Das Hotel gefiel uns so gut, dass wir spontan beschlossen, noch eine Nacht zu bleiben. So konnten wir am nächsten Morgen einen kleinen Bummel durchs "Vergnügungsviertel" mit den ganzen Bars, Restaurants und Souvenirgeschäften machen. Wir fotografierten uns am "südlichsten Punkt der USA", kauften die "südlichsten T-Shirts der USA" und badeten schließlich am "südlichsten Strand der USA". Und damit meine ich: Wir alle, denn auch Gizmo durfte und musste mal das Meer kennen lernen!!! Sie kann gut schwimmen, obwohl es wohl nicht ihre Lieblingsbeschäftigung werden wird. Sie war heilfroh, wieder an Land zu sein und schüttelte sich heftig!

Den restlichen Nachmittag haben wir dann noch am Pool verbracht und abends fuhren wir noch einmal um die Insel.

In der Nacht weckte mich ein lautes Rauschen: Es goss in Strömen. Das ist für uns das Zeichen, dass wir uns wieder auf die Socken machen und weiterfahren...